Schaudepot des Museums für Gestaltung im Zürcher Toni-Areal

Zürich (CH)

„Kraftort“, „Kulturhybrid“, „Kunstfabrik“ – schon die Schlagzeilen zur Eröffnung des Toni-Areals in Zürich lassen erkennen, dass dieses außergewöhnliche Projekt die Phantasie anregt. Fast zehn Jahre lang hat das Architekturbüro EM2N den gewaltigen Gebäudekomplex eines stillgelegten Milchverarbeitungsbetriebs für die neuen Zwecke umgebaut und erweitert. Im September 2014 fand hier neben der Zürcher Hochschule der Künste und zwei Departements der Hochschule für Angewandte Wissenschaften auch das renommierte Museum für Gestaltung mit seinem „Schaudepot“ eine neue Heimat.

 

Auch wenn sich dort, wo früher Käse, Butter und Joghurt produziert wurden, heute alles nur noch um Kreativität dreht, war es den Zürcher Architekten ein Anliegen, den industriellen Charakter des Komplexes zu bewahren. Heute studieren und arbeiten hier knapp 5.000 Menschen. Auf über 100.000 Quadratmetern finden zahllose Nutzungen Platz, die dem Hochschulbetrieb direkt oder indirekt dienen, darunter Hör- und Konzertsäle, Probebühnen, Ateliers, Werkstätten, Film- und Tonstudios, ein Kino und Cafés; 100 Wohnungen gehören ebenfalls zum Ensemble.

Wohnen und Lernen, Sammeln und Ausstellen

Das traditionsreiche Museum für Gestaltung, dessen Stammhaus der Architekten Steger und Egender aus den 1930erJahren derzeit wegen Umbau und Sanierung geschlossen ist, hat hier ebenfalls seinen Platz gefunden und erlebte mit dem Umzug einen wahren Quantensprung an Möglichkeiten: Erstmals in der fast 140jährigen Geschichte des Museums konnte es die umfangreichen, zuvor über das gesamte Stadtgebiet verstreuten Sammlungsarchive an einem Ort zusammenführen und für Besucher zugänglich machen. Insgesamt fast eine halbe Million Designobjekte – darunter Stühle, Leuchten und Schränke, aber auch Keramiken und Plakate – wurden über einen Zeitraum von neun Monaten mit der nötigen Vorsicht ins Toni-Areal transportiert und sind nun in einem freistehenden, begehbaren Hochregallager zu besichtigen.

Außer dem großen Depot verfügt das Museum nun über drei neue Ausstellungssäle, einen Museumsshop und die nötigen Bereiche für die Verwaltung.

Im Einklang mit dem übergeordneten Konzept von EM2N gaben die Zürcher Architekten Petra Hemmi und Serge Fayet den Räumen des Museums im Toni-Areal ihren organisatorischen und gestalterischen Feinschliff. Technisch galt es im Sinne der empfindlichen Exponate ebenfalls allerhand zu bedenken. So brauchen die Depoträume ein stabiles, je nach Nutzungsart jedoch unterschiedliches Raumklima und eine flexible Lichtsituation, die Objekte eine sichere Lagerung, zudem bestehen besondere Brandschutzauflagen. Eine gute Nachricht, dass dieses einzigartige Schaudepot als erste Anlaufstelle für Designforschung und -vermittlung dauerhaft erhalten bleibt, auch wenn der ursprüngliche Museumsbau im Jahr 2017 wieder frisch saniert eröffnet!

USM als Exponat und Gebrauchsgegenstand – das schönste Kompliment

Die Büros der Sammlungen sind mit neu angeschafften, reinweißen und stahlblauen USM Haller Regalen und perlgrauen USM Haller Tischen ausgestattet. Im Büro der Direktion stehen mittelgraue USM Haller Regale, die auch im Stammhaus schon einige Jahre in Gebrauch waren. Erfreut merkt Roman Aebersold, Leiter Kooperationen und Sammlungsbetrieb des Museums an, diese sähen jedoch „fast aus wie neu und funktionieren noch immer tadellos“. Hier wird hochwertigem Schweizer Design nicht nur archivarisches Interesse, sondern auch hörbare Leidenschaft entgegengebracht. An USM schätze man, so Roman Aebersold weiter, die lange Lebensdauer, das an viele Bedürfnisse anpassbare System und eine innovative Firmenkultur.

Als Sammlungsobjekte und damit wichtiger Beitrag zur Schweizer Designgeschichte haben USM Haller Regale auch in den Archiven des Museums ihren Platz gefunden.

Im Rahmen der bis Februar 2015 gezeigten Eröffnungsausstellung „100 Jahre Schweizer Design“ waren neben den Klassikern von Paul Schärer und Fritz Haller auch weniger bekannte Entwürfe zu sehen, etwa der 1964 entwickelte Büroschrank „Modell 500“ aus Holz.
Wer das neue Schaudepot des Museums für Gestaltung besucht, begegnet dem USM Möbelbausystem also gleich in zwei Funktionen: einmal als Exponat, einmal als alltäglicher Gebrauchsgegenstand. Kann es ein schöneres Kompliment für ein Designobjekt geben?

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