Biblioteca Tiraboschi

Bergamo, Italien

Tiraboschi – neues Herzstück im Bibliotheksnetzwerk von Bergamo

Alle architektonischen Qualitäten, die so viele Botta-Bauten weltweit auszeichnen, finden sich auch in dieser Bibliothek: eine in sich ruhende geometrische Form, gekonnt gesetzte Öffnungen in der überwiegend geschlossenen Backsteinfassade, virtuose Lichtführung im Inneren. 2004 wurde die Biblioteca Tiraboschi nach Plänen des Tessiner Architekten Mario Botta in Bergamo nahe der Universität fertig gestellt.

Sie ist das Herzstück eines Netzwerks, zu dem sich mehrere Bibliotheken der Stadt zusammengeschlossen haben. Auf insgesamt 3‘200 Quadratmetern Fläche und fünf Geschossen bietet der Bau Platz für 500 Lese- und Arbeitsplätze und 50 Multimedia-Stationen, dazu die notwendigen Bereiche für Lager und Verwaltung.

Licht und Raum

Ein linsenförmiger Innenhof bildet das Zentrum des Gebäudes – ein Raum voller Helligkeit und Atmosphäre. Licht sei die wichtigste Komponente dieses Gebäudes, so Mario Botta. Tageslicht rieselt durch Oberlichter hinab, außerdem öffnet sich der eingeschnittene Hof über eine gebäudehohe Verglasung zum Garten hin. Um den Innenhof herum sind alle Nutzungen organisiert, auf ihn sind sie ausgerichtet, er ist das kraftvolle Zentrum des Hauses. Er verbreitet eine helle, gelassene Stimmung und zugleich jene Konzentration, die einer Bibliothek angemessen ist.

Ein solch reiches Innenleben ist dem strengen Kubus von außen zunächst nicht anzusehen. Stark, verschlossen, regelrecht schweigsam steht er im Stadtraum. Mario Botta, der sich mit zahlreichen öffentlichen Bauten wie Museen, Kirchen und Bibliotheken einen Namen gemacht hat, vermutet, dass seine Bauten durch ihre kompakte Form dem Bedürfnis der Menschen nach Geborgenheit entsprechen – ein Gefühl, in das ganz sicher auch der Bücher- und Wissensspeicher von Bergamo jeden Benutzer hüllt, der ihn betritt. 

Offene ebene, klare Strukturen

Die offenen Geschossebenen der Bibliothek sind durch kräftige, runde Sichtbetonstützen rhythmisch gegliedert. Helle Farbtöne bestimmen das Bild in den Lese- und Freihandbereichen: ein Holzboden aus Ahorn, eine Holzvertäfelung an den Decken und weiß verputzte Betonwände. Bei Regalen und Tischen fiel die Wahl des Architekten auf USM Haller – ein System, das gerade im Bibliotheksbereich durch seine Modularität und hohe Stabilität überzeugt. In der Biblioteca Tiraboschi schätzt Mario Botta besonders die Strenge und Linearität des Regalsystems, das einen klaren, ordnenden Rahmen für die über 2‘000 laufende Meter Buchbestand bildet.

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